Radbruch - Einemhof
                           Radbruch - Einemhof                                               

Radbrucher-/Einemhofer Forst

(siehe Reitwegekarte Übersicht)

 

Einleitung

Anlass dieser Beschreibung war im Jahre 2012 die Absicht des Bundesverkehrsministeriums eine Autobahnspange von der A 39 Abfahrt Handorf zur A7 Auffahrt Garlstorf oder Egestorf zu bauen. Dazu sollte das Land Niedersachsen bis zum Jahr 2015 Planungsunterlagen erstellen. Die Industrie- und Handelskammer Lüneburg befürwortete das Bauvorhaben, die betroffenen Gemeinden lehnten es ab. Das Land Niedersachsen intervenierte beim Bundesverkehrsministerium mit der Begründung, die Autobahnspange wäre nicht erforderlich. Das Bundesverkehrsministerium nahm daraufhin die Autobahnspange aus dem Verkehrswegeplan bis 2030 heraus. Dies bedeutet nicht, dass das Vorhaben, eine Autobahn quer durch den Radbrucher- / Einemhofer Forst zu bauen, ein für allemal erledigt ist. Die Planungen könnten jederzeit wieder aufgenommen werden, wenn z.B. im Falle der Fehrmarn-Belt-Querung zur Umfahrung Hamburgs die B404 bis Handorf als Autobahn ausgebaut und eine Querverbindung zur A7 hergestellt wird.

 

Alternativvorschlag: Ausbau der B404 als A21 bis zur Eckverbindung A39 bei Handorf. Auf der A39 weiter Richtung Maschener Kreuz bis zur Abfahrt Winsen Ost. Von dort Neubau der Querspange an Luhdorf, Pattensen, Wulfsen und Thieshope vorbei zur A7 Auffahrt Thieshope. Vorteil: Die Ortsdurchfahrten Luhdorf, Pattensen und Thieshope werden vom Schwerlastverkehr entlastet (siehe Foto unten). 

 

Ein weiterer schwerer Eingriff in den Radbrucher-/Einemhofer Forst könnte die Förderung von Erdgas im Frackingverfahren sein. Ein Flächenverbrauch im Radbrucher-/Einemhofer Forst aufgrund der Energiewende ist m. E. nicht zu befürchten. Es führt bereits eine Trasse mit zwei Starkstrom-Überlandleitungen durch die Forst (siehe Reitwegekarte 2 und 4, Flurstückkarte 2). Die kleinere Überlandleitung gehört zum Starkstromnetz der Bahn zur Versorgung mit Fahrstrom. Im  Bedarfsfalle könnten beide aufgerüstet werden.

 

Ein weiterer Flächenverbrauch im Radbrucher-/Einemhofer Forst im Zusammenhang mit den Planungen der Y-Bahntrasse auf dem alten Bahndamm der Buchholzer Bahn halte ich für unwahrscheinlich.

 

Ich möchte mit meiner Beschreibung die Bevölkerung für die Erhaltung des Radbrucher-/ Einemhofer Forstes sensibilisieren.

 

Nur wer den Radbrucher- / Einemhofer Forst kennt, ist bereit ihn zu schützen.

 

 

 

Ortsausfahrt/ -einfahrt Luhdorf

Winsener Anzeiger vom 23.12.2012

 

 

 

 

Der Radbrucher Forst gliedert sich in

 

 

- Staatsforst Radbruchsforst (siehe Flurstückkarte 1 und 2; Jagen mit fünfhunderter  

  Nummern)  und dem

 

- Staatsforst Busschewald nördlich des Radbruchsforst (Jagen mit sechshunderter Nummern (siehe Reitwegekarte). Historisch ehemals Staatsforst Habichtshorst.

 

 

Der Einemhofer Forst gliedert sich in

 

- Staatsforst Busschewald um den Einemhof (Jagen mit vierhunderter Nummern siehe

  Reitwegekarten) und

 

- Privatwald (das Waldgebiet im Anschluß an die Staatsforst Einemhof, ohne Jagen-      nummern, (siehe Reitwegekarten).

 

Der Staatsforst Busschewald ist benannt nach dem Generalforst meister Ernst Gustav Freiherr von dem Bussche- Haddenhausen, geb. 1863 in Hildesheim, gest. 1944 in Celle, 1899 Leiter der Forstamtsstelle Celle, 1905 in das Preußische Ministerium für Landwirtschaft berufen. Er erließ für die Forstverwaltungen Vorschriften und Dienstanweisungen auf den Gebiet der Ausbildung und Betriebsregeln für den Holzverkauf. 1922 veranlasste er, dass die Forstakademien Erberswalde und Hannoversch-Münden in Forstliche Hochschulen umgewandelt wurden.

 

Historisch war der heutige Staatsforst Busschewald Eigentum des Michaelisklosters in Lüneburg und hieß Klosterforst. Der Klosterforst wurde allerdings schon seit altersher von der Staatsforst "Radbruchsforst" mitverwaltet. 1980 übertrug im Tausch mit anderen staatlichen Waldflächen die Klosterkammer Hannover den Radbrucher-/Einemhofer Klosterforst an das Land Niedersachasen, das ihn in "Busschewald" umbenannte.

 

Aus verwaltungstechnischen Erfordernissen hat die Forstverwaltung die Niedersächsischen Staatsforsten in Jagen aufgeteilt und nummeriert (siehe anliegende Reitwegekarten). In den Staatsforsten sind sogenannte Jagensteine mit den entsprechenden dreiselligen Nummern aufgestellt, so z. B. auf dem Waldparkplatz am Ende des Forstweges in Radbruch Nr. 536.   

Jagenstein 536 Parkplatz Forstweg in Radbruch

 

 

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© Ulrich Henke