Radbruch - Einemhof
                           Radbruch - Einemhof                                               

Einemhof /Köhlerhütte

Auf den Einemhof möchte ich nicht weiter eingehen. Historisch ist über ihn alles gesagt und kann im Internet oder an der Schautafel in Einemhof nachgelesen werden. Auf eines möchte ich dennoch hinweisen. Die Feuerstelle und die Köhlerhütte unterstehen der Revierförsterei Busschewald, Schlangenweg 3A, 21365 Adendorf.

Am Weg vom Einemhof nach Vierhöfen unmittelbar hinter dem Quellenteich der Roddau befinden sich einige Findlinge im Halbkreis. Auf ihnen stehen/standen die Namen ehemaliger Einemhofer Revierförster.

Gedenksteine an ehemalige Revierförster im Radbrucher/Einemhofer Staatsforst

(Reitwegekarte 3 und 4, Jagen 438)

Die Revierförstereien mit Büro- und Dienstwohnung befanden sich in Radbruch und Kirchgellersen. Nach der Zusammenlegung wurde die Revierförsterei in Kirchgellersen zuständig. Nach der zur Ruhesetzung des Revierförsters in Kirchgellersen im Jahr 2011 wurde die Revierförsterei in Scharnebeck zuständig. Die Revierförsterei hat in Einemhof neben einer Werkshalle auch eine Anlaufstelle für den Revierförster und die Forstarbeiter, den sogenannten „Hans-Eidig-Stand“ (benannt nach einem Wildschütz, 1804 geb., wilderte in der Nordheide, wurde steckbrieflich gesucht, floh 1835 nach Amerika, hier verliert sich seine Spur).

Daneben gibt es in Einemhof noch zwei bebaute Grundstücke in Privatbesitz.

Als Werksgelände dient der sogenannte „Polterplatz“. Auf ihm kann für längere Zeit Langholz gelagert werden, z.B. nach einem Orkan. Brunnenbohrungen machen es möglich die Baumstämme durch Benässung vor dem Austrocknen zu bewahren. Die Baumstämme können so für einen längeren Zeitraum gelagert werden bis die Holzpreise wieder steigen.

 

Polterplatz amEinemhof, am Weg nach Mechtersen Reitwegekarte 4 Jagen 442

Der Polterplatz wurde im Jahre 2007 eingerichtet.

Am 18/19 Januar 2007 tobte der Orkan "Kyrill" über Norddeutschland mit in Böen bis zu 225 km/h. Das gesamte öffentliche Leben wurde beeinträchtigt. Schulen und Kindergärten waren geschlossen. Der Orkan richtete unermessliche Waldschäden an. Zum Aufräumen kamen im  Radbrucher-Einemhofer Forst schwedische Waldarbeiter zum Einsatz. Das Bruchholz musste herausgeholt werden, um nicht dem Borkenkäfer anheimzufallen. Um künftige Orkanschäden geringer zu halten, wurden die verbliebenen Kiefernbestände und die Kahlflächen mit Buchensetzlingen unterpflanzt. Bei einem erneuten Orkan braucht man mit der Aufforstung nicht bei Null anzufangen.

 

Die Baumstämme wurden auf dem Polterplatz gelagert. Sie stapelten sich auf dem gesamten Platz als zwei längliche Pyramiden mit ca. 10m Höhe auf. Dazwischen und rundherum befanden sich Transportwege. Der Holzverkauf erstreckte sich über mehrere Jahre. Die viele Monate andauernde Beregnung der Holzstämme mit Brunnenwasser hat m. E. dazu beigetragen, dass die Roddauquelle versiegte. Zwar ist das Brunnenwasser  versickert, dennoch wurde viel Wasser in den Stämmen gebunden und ist zum größten Teil verdunstet.   

Quelle: eigenes Erlebnis

Köhlerhütte und Feuerstelle in Einemhof. Die Hütte diente dem Köhler wochenlang als Unterkunft solange der Meiler an der jetzigen Feuerstelle brannte.

 

 

 

 

 

 

 

 

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© Ulrich Henke